Bargeldlos bezahlen? Ist die Zukunft bargeldlos?

82% der Einkäufe werden heute immernoch bar bezahlt.

Bargeldlos bezahlen

Barzahlung vs. Bargeldlos bezahlen: Was bringt 2016?

Aktualisiert am Dienstag, 10.12.2015, 10:17

Bargeldlos bezahlen? Kommen wir in Zukunft ohne Bargeld aus? Bezahlen mit dem Handy, das sogenanntes Mobile-Payment ist in aller Munde. Mitte des Jahres führte Aldi Nord „Kontaktloses Bezahlen“ ein. Kam es jetzt – mal wieder – zum Durchbruch beim Mobile Payment?

Die Wallet-Anbieter, wie zum Beispiel SmartPass (Vodafone) oder MyWallet (Telekom) stehen in den Startlöchern, aber so richtig will das mobile Bezahlen nicht in Wallung kommen. Häufig wird die Rechnung ohne den Nutzer gemacht. Für den Handel und die Banken ist die Annahme und Verarbeitung von Bargeld mit Kosten verbunden. Das Zählen, Sichern und Transportieren von Bargeld kostet Geld. Neben diesen Kosten leiden die Banken zusätzlich an den nicht vorhandenen Zinsmargen. Der US-Ökonomen Kenneth Rogoff propagiert bereits die Abschaffung des Bargelds und erste Petitionen im Netz formieren sich als Wiederstand. Die Initiatoren der Volkspetition sehen die Konsumentenrechte gefährdet und schüren die Angst einer „gläsernen Marionette des Finanzstaates“.

Und der Verbraucher? mit 82% bezahlt die große Mehrheit der Konsumenten die Einkäufe des täglichen Bedarfs weiterhin bar – mit Münzen und Noten. Erste Einzelhandelsketten bietet jetzt sogar an, dass Kunden ihre Internetbestellungen in bar bezahlen können. Ein Berliner Startup bietet die Möglichkeit der Barzahlung für die virtuelle Welt des Internet-Shoppings. Mit einer Bareinzahlung im Supermarkt kann man seine virteuellen Internet-Einkäufe in der realen Welt bar bezahlen. Ein neuer Trend – mit welchem Hintergrund? Eine aktuelle Studie von Bitkom Research nennt die Gründe für unser Handeln (Mehrfachnennungen möglich). Die Verbraucher wurden befragt, warum Sie bar und nicht bargeldlos bezahlen.

  • 66% – Bessere Kontrolle der eigenen Finanzen
  • 53% – Barzahlen ist bequem, einfach und schnell
  • 62% – Anonymität, da kein „Profil“ hinterlassen wird
  • 48% – knapp die Hälfte empfindet barzahlen als sicherer

Fakt ist, dass die Bargeldmenge im Euro-Raum und in Deutschland von Jahr zu Jahr zunimmt. Vor einem Jahr im Dezember 2014 wurde bereits die 1.000 Milliarden Euro Schwelle überschritten (Banknoten im Umlauf). Der Anteil an bargeldlosen Zahlungsmitteln, wie Karten oder Handy nimmt stetig zu. Die Barzahlung wird jedoch noch sehr lange das beliebteste Zahlungsmittel der Deutschen bleiben. Wir können uns also weithin freuen, wenn wir in der Schlange stehen und hören: „Warten Sie, ich hab’s passend!“. [©kts]

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